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Mixing2018-10-17T08:55:50+00:00

Mixing

Mixing – Musik abmischen vom Profi

Als Mixing oder Musik Abmischen bezeichnet der Musikproduzent die Zusammenfügung der einzelnen Tonspuren – analog oder digital bearbeitet – zu einer Einheit. Das Mixing ist Teil der Audiobearbeitung und ist der vorletzte Prozess im Musikstudio, ihm folgt nur noch das Mastering.

Wie wird Online Mixing gemacht?

Im Wesentlichen werden einzelne Instrumente und Stimmen im Laufe des Aufnahmeprozesses auf individuelle Tonspuren aufgenommen.

Jedes Instrument wird dabei eine eigene Spur verwendet, die vom Rest der aufgenommenen Spuren getrennt wird. Die Anzahl der Spuren wird von der Anzahl der Instrumente und der Anzahl der verwendeten Mikrofone bestimmt. Der Vorteil der Aufnahme auf getrennten Tonspuren ist, dass stimmliche oder instrumentale Mängel einzeln bearbeitet werden können. Somit kann man sich eine Neuaufnahme mit allen Beteiligten sparen.

Sobald das letzte Take aller Tonspuren aufgenommen ist, können in der nächsten Phase alle ausgewählten Tonspuren zu einer Einheit zusammengefügt werden. Beim Musik abmischen will der Musikproduzent am Ende einen natürlich klingenden, ausgewogenen und kommerziell verwertbaren Gesamtklang erreichen.

Der Prozess des Mixdowns beim Online Mixing

Um Musik abmischen zu können müssen sie diese Grundbausteine beherzigen: Lautstärke, Dynamik (mittels Kompressor), Stereoposition (anhand des Links-Rechts-Reglers), Frequenzgang (mittels Equalizer) und Effekte.

Die fünf Kriterien beim Mixing im Musikstudio

Vereinfacht ausgedrückt geht es beim Mixing darum jedes Signal hinsichtlich fünf Parameter optimal einzustellen: Lautstärke, Dynamik, Frequenzgang, Stereoposition und Effekte.

Lautstärke

Bevor man irgendetwas anderes am Mix machen kann, ist es sinnvoll, zunächst die einzelnen Spuren von der Lautstärke her untereinander abzustimmen. Denn die Lautstärke entscheidet im Endeffekt darüber, ob man ein Signal eher im Hintergrund des Mix wahrnimmt oder ob es im Vordergrund steht.

So gehören natürlich die für den Mix wichtigeren Signale in den Vordergrund. Bei Songs ist das z.B. der Gesang.

Auch der Rhythmus ist sehr wichtig. Letztlich haben wir alle den „Rhythmus im Blut“. Melodie- und Soloinstrumente sollten ebenfalls lauter sein als diejenigen, die lediglich den Rhythmus unterstützen sollen oder Harmonien spielen.

Dynamik

Die Dynamik ist ein eng verwandtes Thema der Lautstärke. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um die empfundene Lautstärke. Auch wenn ein Signal mittels Kanalfader aufgedreht wurde, heißt dies dann noch lange nicht, dass es für den Hörer auch wirklich laut klingt. Für unser Gehör ist vor allem der Durchschnittspegel wichtig.

Die Lautheit ist ein enger Verwandter der Lautstärke. Den Gesang mittels Kanalfader endlos weit aufzudrehen nutzt nichts, wenn dieser sich aufgrund einer zu hohen Dynamik nicht gegen die Lautheit der Instrumente durchsetzen kann.

Um den Gesang also in den Vordergrund des Mix zu bekommen, müssen wir ihn erst einmal komprimieren. Eine Faustregel ist hierbei: Je druckvoller die Instrumente, desto höher muss die Lautheit der Stimme sein.

Frequenzgang

Die einzelnen Signale im Mix sollten sich am Ende zu einem ausgeglichenen Gesamtbild addieren. Jedes Signal sollte dabei eine bestimmte Nische ausfüllen und mit keinem anderen Signal in Konkurrenz treten.

Bei der Frequenzbearbeitung ist demnach nicht das Ziel, dass jedes Signal im Einzelnen möglichst breit und fett klingt, sondern vielmehr, dass sich die Signale im Zusammenspiel ergänzen, und so ein insgesamt durch die Audiobearbeitung ein breiter und voller Klang entsteht.

Stereoposition

Mit der Zustellung eines Panoramaregler, kann man die einzelnen Tonspuren jeweils nach links oder rechts stellen.  Für uns klingt es dann etwa so, wie wenn die Band sich im Raum verteilt befindet.

Des Weiteren sollten Sie auch das jeweils wichtigste Signal der Produktion in die Mitte setzen. Bei Songs ist das natürlich der Lead-Gesang. Auch ein Soloinstrument gehört in die Mitte. Spielen zwei Solo-Instrumente, werden diese oft um die Mitte herum aufgeteilt.

Effekte

Anhand von Effekten lassen sich zum Schluss des Mixingprozesses noch weitere Unterscheidungsmerkmale herausarbeiten. Die Betonung liegt hier auf Unterscheidungen. Denn man sollte nicht mehrere Signale jeweils gleichstark mit dem selben Effekt bearbeiten. Denn dadurch ähneln sie sich klanglich mehr und sind schlechter voneinander abzugrenzen.

Beim Effekteinsatz hält sich der Musik Mixer generell an die folgenden Grundsätze: gezielt und sparsam. So kann man zum Beispiel verschiedene Hallräume auf die Tonspuren geben.